Worum geht es bei der Sanktionierung von Level I und Level II Veranstaltungen und welche Voraussetzungen müssen vorliegen

Eine Sanktionierung bedeutet, dass es sich um ein nach den Vorgaben der IPSC und des BDS geprüftes Match handelt (Abgrenzung regelkonformer IPSC-Wettkämpfe von irgendwelchen Spaß-Schießveranstaltungen) bei dem Matchpunkte für die Range Officer geltend gemacht werden können und das im Rahmen der geforderten 4 sanktionierten Matches in 2 Jahren (für neue Absolventen des Sicherheits- und Regeltests) anerkannt wird.
Match-Sanktionierungen nehmen derzeit alle GROI-Exekutivmitglieder vor. Ihr könnt Euch an einen der nachfolgenden Herren wenden, wobei es sinnvoll (aber nicht zwingend) ist, den räumlich Nächstgelegenen anzusprechen; daher haben wir die ungefähren Bereiche dazugeschrieben:
Jürgen Tegge (040-6071817) + Ulrich Henkens (04122-44199) Schleswig-H., HH, Bremen, Niedersachsen, Hessen
Ulrich Bödecker (030-88627186) Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern + Zentralkartei der sanktionierten Matches
Stefan Holstein (05742-1714) Nordrhein-Westfalen, Rheinl.-Pfalz, Saarland
Hans Stanilewicz (09461-2812) Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen., Sachsen, Sachsen-Anhalt
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sanktionierung sind (*nur Empfehlung):
(1) Der Veranstalter (Verein oder Einzelperson) gehört dem BDS als einzigem deutschen vertretungsberechtigten IPSC-Verband an.
(2) Das Match wird von einem Range Master geleitet, der akkreditierter GROI-RO ist.
(3) ALLE Teilnehmer müssen IPSC-Mitglieder (gültige IPSC Travel Card!) sein.
*(4) Die eingesetzten Range Officer sollten (schon aus versicherungsrechtlichen Gründen) IROA oder GROI-Range Officer sein.
(5) Die Veranstaltung muss vollkommen nach den Regeln der IPSC (ggf. mit den vom BDS aufgrund behördlicher Auflagen geforderten nationalen änderungen oder Einschränkungen) ablaufen.
(6) Es dürfen nur zugelassenen IPSC-Ziele benutzt werden (Classic Paper Target, Classic Popper, Classic 2/3 Popper, 15X15cm runde oder viereckige Plates).

(7) Die Sanktionierung wird rechtzeitig vor dem Match (mindestens 14 Tage, besser 4 Wochen Bearbeitungsvorlauf) bei einem der genannten GROI-Exekutivmitglieder unter Vorlage der nachfolgenden Informationen beantragt (eine nachträgliche Sanktionierung ist NICHT MöGLICH!):

(7.1) Ort und Datum des Matches, Veranstalter, Match Director, Range Master, erwartete Zahl der Teilnehmer, Anzahl der übungen, Mindestgesamtschusszahl,
(7.2) übungsbeschreibungen und -diagramme.(Text + Grafik)

(8) Zur Aufrechterhaltung einer gewährten Sanktionierung müssen nach dem Match
(8.1) eine Ergebnisliste (Final Overall Results),
*(8.2) ggf. ein Bericht über Vorkommnisse und/oder Disqualifikationen,
(8.3) eine Liste der tatsächlich eingesetzten Range Officer (mit mindestens 4 Stunden Arbeitszeit)
vom Veranstalter oder Range Master an das GROI c/o Ulrich Bödecker, Postfach 350943, 10218 Berlin eingesandt werden.

Das GROI kann Veranstaltungen der Levels I und II sanktionieren.
Level I sind in der Regel Club-Matches mit bis zu 40 Startern, bis 7 übungen und ca. 60 Schuss
Level II Matches bis einschließlich Landesmeisterschaften und bis zu 100 Startern, min. 8 übungen und 120+ Schuss.
Level III Veranstaltungen (z.B. DM) können nur von der IROA sanktioniert werden. Wenn Ihr eine so große Veranstaltung plant, die natürlich auch vom Stand und der Starterzahl funktionieren muss, benötigt Ihr zur internationalen Sanktionierung zwingend die Zustimmung des GROI und des Regional Directors. Wir helfen Euch gern bei den IROA-Anträgen etc. Die IROA verlangt für die Sanktionierung eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von einem Startgeld (also etwa DM 100 - 150,00).

 

Zusatzinformation GROI-Sanktionierungen

Der Match-Report nach gelaufener Veranstaltung, den der RM oder MD an das GROI (Ulrich Bödecker) mit Ergebnisliste, RO-Aufstellung und ggf. DQ-Meldungen zur Sanktionserhaltung einreichen muss, muss innerhalb von 4 Wochen nach dem Veranstaltungstermin erfolgen. Das soll vermeiden, dass die Meldung vergessen wird oder dass unser Uli irgendwann gegen Ende Dezember wegen erhöhten Postaufkommens seine Wohnungstür nicht mehr aufbekommt.

Dabei ist unbedingt zu beachten, dass bei nicht fristgemäßer Matchmeldung natürlich auch die Sanktionierung des Matches verfällt und die ROs keine Punkte bekommen!------(11/2000)Wir hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Matchmeldungen (Sanktionierungsschreiben, Ergebnisliste, RO-Aufstellung) sanktionierter Matches unbedingt unmittelbar nach Abschluss des Matches, mindestens aber innerhalb von 4 Wochen danach, an Uli Bödecker zu senden sind. In diesem Jahr können wir das noch etwas unbürokratischer handhaben, d.h. alles sollte bis spätestens 31.12.00 bei Uli B. eingegangen sein, damit die RO's ihre Punkte erhalten und die Matches für die Neu-Schützen anrechenbar sind.
Zur Zeit sind erst 17 sanktionierte Matches bei Uli Bödecker ordnungsgemäß gemeldet und registriert! Da sehe ich im Frühjahr schon wieder lange Gesichter, sobald die neue Punkteliste herauskommt...

DAMIT KEINE UNKLARHEITEN BLEIBEN:

  1. Es gibt keine Punkte für Matches, die nicht komplett bei Uli Bödecker registriert sind.
  2. Es gibt keine Punkte für pauschale Bestätigungen (d. h. Gesamtlisten der LSPL o.ä.), sondern nur für in den Work Cards, bzw. bei Anwärtern per Einzelnachweisen nachgewiesene Arbeitseinsätze.
  3. Es gibt keine Punkte für nachgereichte Nachweise (1999 und früher). Die "Amnestie" war am 30.06. abgelaufen!

(4) Zur Rückversicherung der arbeitenden RO's muss das Sanktionierungsschreiben auf dem Stand ausgehängt werden.

Verfasst von Markus Rottländer (Quelle: ipsc-istcool.de)

Zurück